Die Bibliothek des Russischlehrers ist als eine Daten- und Textensammlung für die Russischlehrer sowie für alle, die sich für russische Literatur interessieren, zu verstehen.
Die meisten Werke stehen in zwei Sprachen (Originaltext und deutsche Übersetzung) zur Verfügung. Ich mache so zur Leserförderung und zur Erleichterung der Schüler bei der Unterrichtsvorbereitung.
Außerdem stelle ich zu jeder Thema einige Links, wo sie die Bücher oder einzelne Werke kaufen oder runterladen können.

Anton Tschechow. Letztes Foto (1904).
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Am 17.07.1904 starb Anton P. Tschechow, russischer Schriftsteller. In Badenweiler, wo er seiner Krankheit erlag, findet im nächsten Jahr die Gedenkfeier statt.
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Anton Tschechow (1860-1904)
Tschechow, Anton Pawlowitsch (1860-1904), russischer Schriftsteller. Er gehört zu den bedeutendsten russischen Autoren des 19. Jahrhunderts. Mit seinen Erzählungen und Dramen steht er zwischen kritischem Realismus und literarischem Impressionismus.
Tschechow wurde am 29. Januar 1860 in Taganrog (Ukraine) geboren. Bereits während seines Medizinstudiums in Moskau schrieb und veröffentlichte er humorvolle Kurzprosa in verschiedenen Zeitschriften. Die ärztliche Praxis indes übte Tschechow nur kurze Zeit aus und widmete sich bald ganz seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Ein erster Sammelband mit Kurzgeschichten erschien 1886 unter dem Titel Bunte Erzählungen.
In den späten neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts lernte Tschechow den Schauspieler und Regisseur Konstantin Sergejewitsch Stanislawski kennen, der das Moskauer Künstlertheater leitete. Dort wurde 1898 Tschechows Bühnenstück Čajka (1896; Die Möwe) uraufgeführt, wobei der Regisseur der neuen Dramenform des Autors eine adäquate Inszenierung zuteil werden ließ. Mit Stanislawski arbeitete Tschechow bis zu seinem Tod zusammen: Viele seiner Einakter und längeren Stücke, darunter Djadja Vanja (1899; Onkel Wanja. Szenen aus dem Landleben), Tri sëstry (1901; Drei Schwestern), und Višnevyj sad (1904; Der Kirschgarten), wurden im Künstlertheater inszeniert. 1901 heiratete Tschechow die Schauspielerin Olga Knipper, die bei den Aufführungen seiner Stücke in Moskau mitwirkte. Er starb am 15. Juli 1904 während eines Kuraufenthalts in Badenweiler (Schwarzwald).
Tschechow gilt heute u. a. als ein früher Meister der Kurzgeschichte, deren Entwicklung er durch seine subtilen Stimmungs- und Milieudarstellungen maßgeblich beeinflusste. Zu den herausragenden Werken dieser Gattung gehören Smert' činovnika (1883; Der Tod eines Beamten), Skučnaja istorija (1889; Eine langweilige Geschichte. Aus den Aufzeichnungen eines alten Mannes), Palata No. 6 (1892; Krankenstation Nr. 6) und Dama s sobačkoj (1899; Die Dame mit dem Hündchen).
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